DIATONISCHE EXPEDITIONEN

Bestehend aus Studierenden und Absolventen der beiden Klassen für Steirische Harmonika an Bruckneruni Linz und Musikhochschule München, handelt es sich hier um ein Ensemble in unterschiedlichen Besetzungen. Ziel ist es, neue Wege auf der Harmonika zu gehen - in der künstlerisch-pädagogischen Ausbildung, bei der Wahl der gespielten Literatur sowie beim gemeinsamen Konzertieren auf der Bühne.

In den vergangenen Jahren durften wir unsere Passion bei diversen Fernsehproduktionen ebenso präsentieren wie an eigenen Abenden im Kulturhaus Emailwerk Seekirchen oder im ausverkauften Linzer Brucknerhaus. Auf der Bühne standen dabei Monika Ketterl, Irmi Schuhbauer, Johannes ServiKatrin Auer, Josef Steinbacher, Michael Weissensteiner, Matthias Pürner, Jakob Schöttl und Andreas Schmid aus München - sowie Theresa Lehner, Katharina Baschinger und Jakob Steinkellner aus Linz.

Der Ursprung dieser Entwicklung geht auf den viel zu früh verstorbenen Musikanten Dr. Andreas Salchegger zurück. Als einer der ersten beleuchtete er die stilistischen Facetten der Steirischen Harmonika sowohl im traditionell-volksmusikalischen als auch im experimentierfreudig-innovativen Kontext. Um den Spirit dieses besonderen Menschen zu würdigen, erschien 2008 die CD "Diatonische Expeditionen - Eine Dokumentation über Andreas Salchegger".

Als eine Besetzungsvariante der Diatonischen Expeditionen kristallisierte sich nun an der Bruckneruni Linz eine Trioformation heraus, bestehend aus Theresa Lehner (aus Steyregg), Katharina Baschinger (aus Feldkirchen an der Donau) sowie Alexander Maurer (aus Berndorf bei Salzburg). Steirische Harmonika trifft hier auf Hackbrett, Harfe, Gesang und Bassklarinette - Eigenkompositionen treffen auf Musik von Astor Piazzolla, George Gershwin, Elvis Presley und Nina Simone.


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TRIO

Theresa Lehner (Hackbrett, Harfe, Gesang), Jahrgang 1995, absolvierte nach der Matura am Musikgymnasium Linz ein Hackbrett Studium bei Liudmila Beladzed an der Anton Bruckner Privatuniversität, das sie 2020 mit Auszeichnung finalisierte. Seit ihrer frühen Kindheit begleitet sie die Liebe zur alpenländischen Volksmusik, seit ihrem 15. Lebensjahr ist sie gefragte Referentin auf Volksmusikseminaren. In der Formation Mühlviertler Dreier sowie bei den Diatonischen Expeditionen reicht ihre Konzerterfahrung von Auftritten auf kleinen Landbühnen bis hin zum Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus und weiter zu internationalen Auftritten, wie dem International Cymbal Congress in Budapest. CD-Einspielungen, Auszeichnungen bei Wettbewerben, die Verleihung des Rotary Music Award und die Mitwirkung bei verschiedenen Fernsehproduktionen des Österreichischen und Bayerischen Rundfunks sowie auf Servus TV runden ihr vielfältiges, musikalisches Wirken ab.

Katharina Baschinger (Steirische Harmonika), Jahrgang 2001, begann ihr Spiel auf der Steirischen Harmonika bereits im zarten Alter von 5 Jahren. Nach musikalischer Ausbildung am Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk führte sie ihre große Leidenschaft an das Musikgymnasium Linz sowie an die Anton Bruckner Privatuniversität, wo sie an der Akademie für Begabtenförderung fünf Jahre von Alexander Maurer unterrichtet wurde. Seit Herbst 2020 studiert sie nun ebendort Jazzkomposition bei Christoph Cech sowie Steirische Harmonika am Mozarteum Salzburg bei Anton Gmachl. Nach Auszeichnungen bei Wettbewerben und Auftritten bei Radio- und Fernsehproduktionen des Österreichischen und Bayerischen Rundfunks, widmet sich Katharina nun weiterhin ihrem Herzens-Stück: Sie spielt und unterrichtet Steirische Harmonika und sinniert auch über neue Töne für dieses Instrument.

Alexander Maurer (Steirische Harmonika, Klarinette, Bassklarinette) leitet eine Klasse für Steirische Harmonika an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Mit seinen Bands Faltenradio, Saitensprung, KultUrig und in der Formation Diatonische Expeditionen bespielt er Wirtshausbühnen, Festivals und Clubs mit gleicher Leidenschaft wie klassische Konzerthäuser. Nach rund 400 Bühnenkonzerten bis dato musizierte er unter anderem am Salzburger Mozarteum, im neuen Linzer Musiktheater, im Wiener Radiokulturhaus und am Wiener Opernball, im Konzerthaus Berlin, in der Hamburger Elbphilharmonie, am Stadttheater Meran, bei den Montafoner Resonanzen, beim Rheingau Musik Festival sowie beim renommierten Schweizer Alpentöne Festival. Von verschiedenen Institutionen wurde Alexander Maurer eingeladen, seine musikalische Hingabe weiterzugeben. So konzipierte er über 30 Fortbildungen - etwa für die Autonome Provinz Südtirol, für die Carinthische Musikakademie Ossiach und für die Volksmusikakademie in Bayern. Seit Herbst 2020 leitet er die Ausbildung für Steirische Harmonika auch am Konservatorium Trossingen. Daneben betreut er das kleine Plattenlabel hamau-records, den Notenverlag hamau-edition und lässt sich von Zeit zu Zeit auch eigene Melodien einfallen. Seine Komposition "Im Eilschritt nach Sankt Peter" mit über einer halben Million Klicks auf Youtube erschien soeben auch als Arrangement für Bläserensemble (Tirol Musikverlag) sowie für großes Blasorchester (Musikverlag Rundel).


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